Surface Book 2 – Erster Eindruck und Kurztest

Gestern bestellt, schon lag heute das Microsoft Surface Book 2 in der Post. Ich habe es für die Verwandtschaft geordert, da dort ein neues, leistungsfähiges und schickes Laptop benötigt wurde. Surface Book 2Darüber hinaus war eine Stiftunterstützung gefordert, um in Meetings schnelle Notizen vornehmen zu können. Und was soll ich sagen? Genau diese Kriterien erfüllt das Surface Book 2 – zumindest auf dem Papier! Aufgrund eines aktuellen Angebotes bei Amazon bestellte ich dann das Gerät in 13″ (3000*2000px Auflösung) mit i5-Prozessor, 8GB RAM und einer 128GB-SSD. Auf die höhere Version mit einer dedizierten Grafikeinheit konnten wir getrost verzichten, da die Arbeit mit Office und Co. bei weitem im Vordergrund stehen. Die doch recht knapp bemessene SSD wird demnächst durch eine Micro-SD erweitert, die durch einen normalen SD-Kartenreader das Surface Book 2 problemlos erweitert wird und als Datenspeicher dient.

Look and Feel – Der erste Eindruck

In den nächsten Zeilen werde ich nun das Look&Feel des neuen Books testen und euch meine Erfahrungen schildern.

Da mir persönlich die Verpackung alles andere als wichtig ist, überspringe ich das Auspacken und komme gleich zum Gerät selbst: Es sieht in Live hübscher aus als auf den Pressefotos, die man so sieht. Bei mir liegt es zwar eh in der 13″-Variante vor – wahrscheinlich liegt es auch daran – jedoch sieht es alles andere als klobig aus. Das Gehäuse ist mit Magnesium beschichtet. Dadurch ist es auch haptisch ein wahrer Traum.

Das Gelenk/Hinge des Surface Book 2Am Gelenk oder der „Hinge“, wie Microsoft sie nennt, scheiden sich nun aber die Geister. Ist es für manche wohl die hässlichste Konstruktion, seit es Schokolade gibt, können sich andere mehr damit anfreunden. Ich will mich da auf keine Seite stellen, jedoch funktioniert sie tadellos. Es ist eine wahre Freude, wenn man das Gerät auf und zu klappen kann und es fast schon schwerelos in allen Positionen hält.

Nimmt man das Display des Surface Book 2 ab, kann man es fast mit einem Surface Pro 4 verwechseln. Es ist lediglich ein wenig dünner (geschätzt würde ich behaupten, dass es 1mm dünner ist) und dank der größeren Displaydiagonale etwas breiter.

Tastatur und Trackpad

War ich ja schon beim TypeCover des Surface Pro 4 recht beeindruckt, das mich all die Jahre durch das Studium begleitet hat, desto mehr bin ich nun von der (ebenfalls) hintergrundbeleuchteten Tastatur des Surface Books begeistert! Über Tastenhub und -feedback oder ein nicht vorhandenes Klackern will ich gar nicht erst schreiben! Nur so viel: Geht mal in den nächsten Mediamarkt und schreibt einen kurzen Text darauf… Ihr werdet fast schon süchtig danach! Jedenfalls ist es eine Freude diesen Text hier zu schreiben. So manch „vollwertige“ Desktop-Tastatur hat hier das Nachsehen!

Auch das aus Glas bestehende Trackpad verzaubert alle noch vorhandene Rezeptoren in den Fingern. Man möchte schon fast keine Maus mehr einstecken, damit man weiterhin fröhlich vor sich hin wischen kann!

Das Einrichten des Surface Book 2

Hier muss ich dann doch einiges kritisieren! Läuft die erste Anmeldung noch standardmäßig (wenn auch mit für mich überflüssiger Cortana-Unterstützung, die aber bei gehandicapten Personen durchaus Sinn ergibt) und schnell ab, so ist es für mich unverständlich, wie ein Premiumgerät in der heutigen Zeit noch immer mit so viel Müll daherkommt. Zuerst muss man sich durch den ganzen Krempel wie CandyCrush durch-deinstallieren, bevor man überhaupt mal seinen Startbildschirm einrichten kann. Auch so sinnlose Apps wie den Office-Downloader, wenn doch Office eh schon vorinstalliert ist, kann man sich doch locker sparen, Microsoft!

Auch in Sachen Updates kann man zwischenzeitlich eigentlich erwarten, dass zumindest die aktuellen Firmware-Updates installiert sind.Surface Book trennen und herausnehmen Außerdem muss erst noch das 1803er-Funktionsupdate heruntergeladen und installiert werden. Seit dem 1803er wird übrigens die Updatezeit offiziell verkürzt. Die Neustartdauer wird dadurch tatsächlich auf ein erträgliches Maß gesenkt, aber dass sich dafür die Installation vorher (bei der man den Windows-PC aber noch verwenden kann) mindestens verdoppelt, verschweigt man lieber.

Immerhin wird der Surface Pen ohne weiteres Zutun sofort erkannt. Man kann sofort damit in gewohnter Qualität schreiben. Geht die Entwicklung so weiter, freue ich mich in ein paar Jahren auf ein Gefühl wie bei Papier!

Leistung und Akkulaufzeit

Die grundlegenden Leistungsdaten habe ich am Textanfang schon erwähnt. Sicher ist es immer Ansichts- oder Geschmackssache, mit welchem Hardwareumfang man zurechtkommt. Mit Bestimmtheit kann ich jedoch sagen, dass das Gerät in dieser Konfiguration für den normalen Büroalltag mehr als ausreicht! Auch die ein oder andere Film-Runde auf der Couch, im Bus oder in der Bahn kann man dank abnehmabrer Displayeinheit problemlos und bequem genießen.

Das getrennte Surface Book 2Genau hierbei ist allerdings der Akku das Problem. Anders als im Surface Pro 4 sind im Surface Book 2 zwei verschiedene Akkus verbaut. Einer befindet sich in der Display- und der andere in der Tastatureinheit. Derjenige im Display ist jedoch vergleichsweise klein und hält dadurch nur wenige Stunden (ca. 3-4h) durch, bevor er wieder nach seinem Unterbau und einer Steckdose verlangt. Die angegebene Laufzeit von 17 Stunden (mit eingesetztem Display) habe ich noch nicht testen können, bezweifle sie jedoch stark. Einen Arbeitstag übersteht das Surface Book 2 jedoch problemlos. Mehr dazu im Nachtest!

Sinnvolle Zusatzausstattung des Surface Book 2

Um das Arbeiten mit dem neuen PC so angenehm wie möglich zu machen, möchte ich euch noch einige Vorschläge geben. Somit kann man sich getrost einen zweiten Desktop-PC ersparen.

Für dieses Vorhaben ist jedoch unbedingt notwendig, die Dockingstation zu ordern. Als weiteren Anschaffungspunkt ist dann noch ein Bildschirm mit präferierter Displaydiagonale und eventuell noch Tastatur und Maus zu veranschlagen. So kann man einen guten Kompromiss aus Mobilität und festem Arbeitsplatz machen und nimmt das Beste aus zwei Welten für sich in Anspruch. Der Knackpunkt liegt hier aber beim Preis. Liegt man mit dem Surface Book 2 dank aktuellem Angebot noch bei unter 1100€, so kann man mit (wie oben genannter) SD-Karte, Stift (der für Notizen durchaus sinnvoll ist), Docking-Station, Monitor und Tastatur/Maus leicht die 1600€-Marke durchbrechen.

Nachtest folgt

Demnächst gibt es bestimmt noch einen Nachtest, ob das Book 2 immer noch all die gestellten Kriterien erfüllt.

 

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