DSGVO-Auskunft einfach beantragen

Ja ich weiß… bestimmt bekommt ihr auch gleich die Krätze, wenn ihr das Wort „Datenschutz-Grundverordnung“ auch nur hört! Dennoch gibt es für uns Endkunden die ein oder andere tolle Neuerung. Auch deswegen ist die DSGVO in meinen Augen eine gute Arbeit der EU. Die nächsten Zeilen sind übrigens keine Rechtsberatung und für eventuelle Fehler übernehme ich deshalb auch keine Haftung! Wie immer ist alles ohne Gewähr…

Seit 25. Mai 2018 hat nun jeder EU-Bürger die Möglichkeit, jederzeit Auskunft über seine personenbezogenen Daten bei in der EU ansässigen Anbietern und Firmen einzuholen. Die entsprechenden Anbieter haben dann in der Regel einen Monat lang Zeit, um euch eure Daten im Rahmen der DSGVO zukommen zu lassen. Nach Durchsicht dieser Daten könnt ihr zudem eine Löschung beantragen. Findige Geister sind schon auf die Idee gekommen, sich bei der SCHUFA ihre Einträge löschen zu lassen. Davon rate ich dann aber doch wieder ab: Kein einziger Eintrag ist vermutlich schlechter, als ein paar Einträge, von denen einige wenige vielleicht eine eher negative Kreditwürdikeit vermuten lassen.

DSGVO-Auskunft mit Aboalarm

Dennoch gibt es vermutlich auch bei euch genügend Anbieter, bei denen ihr schon lange kein Kunde mehr seid. Geht dort am Besten einfach sicher, dass diese auch eure Daten gelöscht haben. In Zeiten von FB, Instagram, Google und Co. braucht man nicht noch mehr Firmen, die alle möglichen Daten über einen sammeln. Hier kommt nun Aboalarm.de mit ihrem kostenlosen Angebot in’s Spiel:

Aboalarm DSGVO-AuskunftFolgt einfach diesem Link, wählt einen Anbieter aus und klickt auf „Weiter“. Im nächsten Fenster findet ihr ein vorgefertigtes Schreiben, bei dem ihr nur noch eure persönlichen Daten ergänzen müsst. Aboalarm kümmert sich sodann um den Versand und ihr solltet in circa einem Monat eine Antwort des entsprechenden Unternehmens bekommen.

Gerade Firmen wie Google oder Facebook sind aber bisher nicht integriert. Es scheint so, als wären nur Unternehmen gelistet, die auch einen Sitz in Deutschland haben. Dennoch wird die Anbieterliste scheinbar immer wieder erweitert. Leider funktioniert über Aboalarm desweiteren auch nur ein kostenloses Schreiben pro Tag. Findige Internetzler können aber bestimmt auch gut mit einer VPN umgehen oder wissen, wie sie ihren Router neustarten müssen.

Kritisch sollte man aber sehen, dass auch Aboalarm so seinen Kundenstamm und seine Datenbank fröhlich mit euren eingegebenen Werten erweitert. Vielleicht sollte man also in Erwägung ziehen, auch Aboalarm selbst mit seinen eigenen Waffen zu schlagen (oder zumindest zu überprüfen!), wenn es seinen Dienst getan hat.

 

Published by